Mittwoch, Mai 24, 2006

 

ALG-II-Empfänger sehen und hören kostenlos

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ALG-II-Empfänger sehen und hören kostenlos
Wer Radio und Fernsehen nutzt, muss dafür im Jahr 204,36 Euro Gebühren zahlen. Wer kann davon befreit werden, und was ist dabei zu beachten? Die Befreiung bei der Gebühreneinzugszentrale (GEZ) kommt in Frage für diejenigen, die

Die Gebührenbefreiung gilt allerdings nicht für alle Bezieher von Arbeitslosengeld II. Wer - als ehemaliger Bezieher von Arbeitslosengeld I - zusätzlich zum ALG II noch den "befristeten Zuschlag" erhält, durch den maximal zwei Jahre der finanzielle "Absturz" abgefedert werden soll, muss weiterhin die vollen Gebühren für Rundfunk und Fernsehen zahlen. Alle anderen ALG-II-Empfänger sind hiervon befreit. Dies gilt auch für 1-Euro-Jobber. Und auch durch erlaubte und angemeldete Nebenjobs von Arbeitslosengeld-II-Beziehern wird die Befreiung von der Gebührenzahlung nicht gefährdet.

Die Gebühren werden nur so lange erlassen, wie das Arbeitslosengeld II oder auch die anderen Leistungen, die zur Befreiung berechtigen, bewilligt worden sind. Wenn das ALG II beispielsweise für sechs Monate - also etwa von Januar bis Juni 2006 - zugestanden wurde, erlässt die GEZ auch nur bis Ende Juni 2006 die Gebühren. Wer danach nochmals ALG II beantragt, muss sich auch um die Gebührenbefreiung erneut kümmern.

Hörfunk- und Fernsehgebühren entfallen grundsätzlich erst ab dem Monat nach der Antragstellung. Wer beispielsweise im Juni den Antrag stellt, kann also erst ab Juli befreit werden. Eine rückwirkende Antragstellung ist generell nicht möglich. Dem Antrag muss eine beglaubigte Kopie des jeweiligen Bewilligungsbescheides von ALG II, BAföG bzw. Sozialhilfe oder des aktuellen Schwerbehindertenausweises mit RF-Merkzeichen beigefügt werden. Eine einfache Kopie - ohne Beglaubigung - reicht auch, wenn die zuständige Behörde auf dem Antragsformular bestätigt hat, dass die Daten des Originals mit den Antragsdaten übereinstimmen.

Wenn noch kein Bewilligungsbescheid des zuständigen Amtes vorliegt, kann dieser später nachgereicht werden. In diesem Fall muss man also zweimal mit der GEZ korrespondieren. Zunächst muss man den Befreiungsantrag abschicken und später den Bescheid vom Amt. In diesem Fall erhebt die GEZ zunächst noch ihre Gebühren, erstattet diese jedoch. Antragsformulare findet man beim Sozialamt und bei der Arbeitsagentur. Man kann sie auch auf der GEZ-Seite herunterladen. Der Befreiungsantrag - einschließlich der Nachweise der Anspruchsvoraussetzungen - geht an die kurze Postadresse: GEZ, 50656 Köln.

Auch billiger telefonieren
GEZ-Befreite können auch Telefongebühren sparen - aber nur, wenn sie Kunden der Deutschen Telekom sind. Wer keine GEZ-Gebühren mehr zahlen muss, hat auch einen Anspruch auf den "Sozialtarif", den die Telekom einkommensschwachen Kunden freiwillig gewährt. Sie können so monatlich nochmals 6,94 Euro an Gesprächsgebühren (plus Mehrwertsteuer 8,05 Euro) sparen. Für Blinde, Gehörlose und Sprachbehinderte mit einem Behinderungsgrad von mindestens 90 Prozent werden Gesprächsgebühren monatlich um 8,72 Euro (mit Mehrwertsteuer: 10,12 Euro) ermäßigt.

Rolf Winkel, 24.5.2006


Michael Knuth
WEB: http://wa.michael-knuth.de


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