Sonntag, Mai 21, 2006

 

Der Staat züchtet die Arbeitslosen durch Bürokratie


18 May, 2006 - 18:21

(Arbeitsvermittlung). Medien | Politik | Wirtschaft

Wo sind die arbeitswilligen Arbeitslosen?

Der Alltag eines Arbeitsvermittlers sieht überwiegend wie folgt aus:
Aufträge zwecks Personalsuche von Firmen, aber leider keine arbeitswilligen Arbeitslosen!
Selbst wenn Arbeitslose in Ihren Beruf zurück gebracht werden können, auch ältere oder längerfristige, dann soll keiner denken, alle Herrschaften würden sich bemühen. Weit gefehlt, mal sind nach 3 Jahren Arbeitslosigkeit ein Stundenlohn von 12 Euro zum Einstieg zu wenig, weil man früher ja schon 14 Euro verdient hat und das Angebot und Nachfrage auch nicht vor den Stundenlöhnen halt macht, leuchtet kaum einem ein. Da lebt es sich dann doch besser von Hartz IV, anstatt sich "unter Wert" zu verkaufen.
Manchmal sind aber auch schlicht und ergreifend 30 KM Anfahrtsweg zum Arbeitsplatz zu weit, zumal ja an der Pendlerpauschale noch gekürzt wird, denn das wissen die Arbeitslosen meist!


Viele sagen auch ganz dreist "Geben Sie mir mal einen Vermittlungsvertrag, weil ich muss ja meinen Eigenbemühungen nachkommen, aber arbeiten will ich nicht, ich komme gut aus mit dem Geld vom Amt"!
Wie kann so etwas sein?


Wie kann es sein, dass wenn ein privater Arbeitsvermittler die offenkundigen "Sozialschnorrer" bei der Bundesagentur für Arbeit melden will, es dort keinen interessiert und es damit begründet wird, dafür fehlt die gesetzliche Grundlage?


Wie kann es sein, dass auch eine gesetzliche Grundlage fehlt, woraus eine "MUSS-Situation" für die Arbeitslosen entsteht, so dass diese sich auch bei privaten Arbeitsvermittlern melden müssen?
Schläft unsere Politik da so offenkundig? Leider ja.


Der Bundesrechnungshof beschäftigt sich mit dem Vermittlungsgutschein und urteilt darüber als "zu sehr missbrauchsanfällig und zu wenig effizient".


Ob sich mal dort einer die Gedanken macht und überlegt woran das liegen könnte? Sicherlich nicht nur daran, dass es auch bei privaten Arbeitsvermittlern sogenannte "Schwarze Schafe" gibt. Nur warum wird da nicht vom Staat Abhilfe geschaffen und ein Index erstellt der über die Bundesagentur den Arbeitslosen gleich beim ersten Besuch mit an die Hand gegeben wird mit der Aufforderung sich bei privaten Arbeitsvermittlern einzuschreiben?


Der Staat setzt auf Weiterbildung, wie gut oder schlecht auch immer die ist!
Dafür werden zig Millarden Steuergelder verpulvert und das meist noch grösstenteils "umsonst"!
Warum wird nicht einfach mal ein Kurs von Weitergebildeten betreut indem jede Firma kontaktiert wird und nachgefragt wird, woran denn die Einstellung gescheitert ist und welchen Wert das Zertifikat der Weiterbildung für das Unternehmen hatte?

Könnte sogar noch einfacher gehen, einfach mal bei Leuten aus der Praxis (private Arbeitsvermittler und auch Zeitarbeitsfirmen) nachfragen. Es würden erschreckende Ergebnisse zu Tage kommen. Es gibt Schweißerschulen, deren Absolventen so gut wie gar keine Chance auf dem Arbeitsmarkt haben und das trotz gültiger Prüfungen die gerne jeder Betrieb hat. Bei Computerkursen käme ein ähnlich vertales Ergebnis heraus, aber zu diesen Bildungsträgern werden weiter fleissig die Arbeitslosen geschickt.


Alterpfleger/innen waren Ende der 90-er zu wenige da, mittlerweile gibt es davon zig tausende Arbeitslose - das Arbeitsamt bildet fleissig weitere Altenpfleger für die weitere Arbeitslosigkeit aus! Call Center Agents, auch eine sehr begehrte Weiterbildung und da gibt es auch viele Arbeitsplätze, nur dort will kaum einer arbeiten, was teilweise bei den geringen Hungerlöhne + Provisionen noch verständlich ist, denn in längerfristigen Krankheitsfällen sind die Mitarbeiter völlig verloren.


Willkommen in der Welt des Unsinns, ähhh Weiterbildungen!
Bei den Weiterbildungen wäre es sicherlich besser weniger zu bewilligen, dafür aber dann wirklich qualifizierte!


WM-Arbeitsstellen - warum sollten Arbeitslose die annehmen, da diese ja offenkundig nur sehr kurzfristig sind und in dem meisten Fällen sogar noch das Arbeitslosengeld herunter ziehen, denn es wird danach ja wieder der Schnitt der letzten 12 Monate berechnet! Da steht kein MUSS für die Arbeitslosen hinter, warum also sollten sie sich für so einen Job bemühen? Ach, eventuell um wieder überhaupt in einen geregelten Alltag zu kommen? Um vielleicht etwas Erfahrung in einer Berufssparte zu bekommen? Schwierig, denn wozu auch, dass Geld vom Amt kommt ja immer schön pünktlich!


Es mögen manchem wie sehr harte Worte vorkommen, aber zu 95 % ist das die Realität auf dem Arbeitsmarkt. 5% sind wirklich sehr bemüht, bringen aber oftmals nicht die passenden Qualifikationen mit, da sie eine eher "sinnfreie" Weiterbildung besucht haben. Bei manchen ist es auch einfach so, dass sie aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr in den alten Beruf können und daher verzweifelt etwas anderes suchen, nur Berufsneulingen geben die Arbeitgeber zu 99,9 % keine Chance.


Fazit - wenn nicht bald Theorie (Politiker), Verwaltung (Arbeitsamt) und Praxis (private Arbeitsvermittler) die Köpfe zusammen stecken, dann wird die Arbeitslosenzahl bald noch mehr als 5 Millionen sein, denn von Abbau kann langfristig mit den Voraussetzungen keine Rede sein!

Weitere Informationen:
Arbeitsvermittlung Späth
Frau Gaby Späth
Essener Str. 99 c
46047 Oberhausen
Telefon: 0208 / 6219 802
Homepage:
www.arbeitsvermittlung-spaeth.de

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Quelle: http://pressemiteilung.ws

Michael Knuth
WEB: http://wa.michael-knuth.de


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